Freitag, 7. März 2014

AUCH TIERE HABEN GEFÜHLE



Natürlich haben Tiere auch Gefühle, was dachtest du denn? Schaut uns an, wie wir unsere Emotionen ausdrücken. Freude, Trauer und auch Wut drücken wir in dem Moment aus, in dem wir sie empfinden. Da gibt es kein Haltbarkeitsdatum. Von uns könnt ihr noch etwas lernen – denn ihr habt immer noch etwas Tierhaftes in euch. Egal, wie sehr ihr auch versucht, euch von uns zu distanzieren. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass es gewisse Ähnlichkeiten zwischen den akustischen Signalen von Tieren in der Paarungszeit und menschlichem „Liebesgeflüster“ gibt. Lustig, oder? Ende Januar, Anfang Februar, wenn die Tage wieder länger und die Nächte kürzer werden, beginnen Vögel aus voller Brust ihre Lieder zu schmettern. Und warum machen sie das, nachdem sie eine ganze Weile nichts von sich haben hören lassen? Es ist der Beginn der Paarungszeit, Weibchen werden stimmlich umworben, schließlich reicht ein schickes Gefieder nicht immer aus. Andere Vögel-Jungs strotzen in einem leuchtenden Rot hier, etwas Schwarz da und ein wenig Schimmerndes dort. Und kennen wir nicht alle die Troubadoure, die versuchen mit ihrer Musik das Herz der Angebeteten zu erobern? Welche Frau könnte schon einem so emotionalen Liebeswerben widerstehen?

Und nicht nur ihr Menschen lacht. Orang-Utans grinsen, prusten und biegen sich vor Lachen, wenn sie sich einen Spaß auf Kosten anderer erlaubt haben. Nicht erst seit meiner Geschichte mit der Rutsche wisst ihr wahrscheinlich auch, dass Hunde Spaß haben und herzhaft lachen können. Habt ihr schon einmal ein Pferd lachen gehört? So ein Wiehern kann ziemlich ansteckend sein – im Nu lacht die ganze Pferdebande!
Manche eurer Wissenschaftler bestreiten die Existenz der Mutterliebe bei uns Tieren. Sie sollten mal Tiermütter im Umgang mit ihren Jungen beobachten, dann würden sie etwas anderes wahrnehmen. Bei Tieren, die in Herden oder Gemeinschaften leben, wie zum Beispiel den Kühen, existieren bestimmte soziale Strukturen und emotionale Bindungen, die ein harmonisches Zusammenleben gewährleisten. In einer englischen Zeitung, dem World Farming Newsletter, wurde von einer englischen Jung Kuh, die Blacky hieß, berichtet. Sie brach kurzerhand aus dem Bauernhof aus, an den sie gerade verkauft worden war, um zu ihrem Kalb zurückzulaufen, das sich an einem für sie vollkommen fremden Ort befand. Die junge Mutter sprang über eine Hecke, nachdem man sie auf die Weide geführt hatte, und verschwand. Am nächsten Morgen fand man Blacky zehn Kilometer entfernt bei ihrem Kalb, das zufrieden an ihrem Euter saugte.

Alles Liebe
Nicole & Quissy

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